„Chancen und Risiken sowie Funktionsweisen von Handelssystemen“

 

 

Wie funktioniert ein technisches Handelssystem zur Anlageentscheidung?

Auch wenn die Philosophie von Handelssystemen unterschiedlich sein kann, so bestehen die Handelssysteme in der Regel aus 2 Hauptbestandteilen: Der Handelsentscheidung einerseits und der Risikoüberwachung der Handelsentscheidungen andererseits. Dabei werden zunächst Kauf- und Verkaufsaufträge systematisch generiert. Gründe für solche Signale können sein: Das Erkennen von Trends (Aufwärts- oder Abwärtstrends), das Überschreiten von Chartmarken, das Erkennen charttechnischer Formationen, makroökonomische Faktoren, Nachrichtenlage (Newstrading) oder eine Kombination verschiedener Faktoren (z.B. über neuronale Netze).

Nachdem ein Handelssignal umgesetzt wurde, muss das Ergebnis des Signals, also die gehaltene Position, ständig auf Sinnhaftigkeit überprüft werden. Dies schließt zwar nicht die Gefahr von so genannten Fehlsignalen aus, aber die Auswirkungen solcher Fehlsignale (, die sich in Verlusten bemerkbar machen) sollen überschaubar und damit im Gesamtkonzept erträglich bleiben. 

Was ist der Vorteil von systematischer Vermögensverwaltung?

Wenn Sie Ihr Geld einem Dritten zur Verwaltung anvertrauen, sind Sie auch auf dessen Qualität der Entscheidungsfindung angewiesen. Selbst bei großen Fonds und bekannten Fondsmanagern ist verschiedenen Untersuchungen zur Folge das Ergebnis nur selten so, dass aktives Fondsmanagement die Performance der Märkte schlägt. Viele Anleger wechseln daher auch von aktiv gemanagten Fonds zu passiven Produkten, die nur noch die Performance des Marktes abbilden, in die das Produkt investiert.

Damit trägt der Anleger aber eben auch jenes spezifische Risiko des Marktes, in welchen er investiert. Fällt dieser, leidet auch die Performance des Produktes.

Systematische Ansätze dagegen sind in der Regel in der Lage, Marktphasen zu erkennen und entsprechend für sich zu nutzen. Dabei ist die Marktrichtung häufig sogar egal, da solche Systeme sowohl auf steigende Kurse als auch auf fallende Kurse setzen können.

Gibt es auch Nachteile oder Risiken eines Systems?

Tradingsysteme sind nicht die Lösung aller Probleme. Daher bestehen Nachteile und Risiken auch bei Handelssystemen. Gerade neue Ideen müssen erst einmal auf Wirksamkeit überprüft werden, weswegen SCHNIGGE nur Systeme aufnimmt, die mindestens ein Jahr unter Realbedingungen eingesetzt wurden. Darüber hinaus können auch systematische Handelsansätze Fehlsignale produzieren. Dagegen sollen zwar Risikomanagementvorgaben schützen, aber solche Systeme können falsche Logiken eingebaut haben oder aber durch Fehlprogrammierungen gar gänzlich auf sie verzichten. Zudem können bei manchen Systemen (z.B. Trendfolgern) in bestimmten Marktphasen permanent Fehlsignale (so genanntes Sägezahnmuster) aufkommen, die eine kontinuierliche Entstehung von Verlusten verursachen. Zwar erspart man sich häufig in negativen Marktphasen Kursverluste durch den Einsatz solcher Systeme, dafür verschenkt man bei manchen Systemen aber auch Kursgewinne/Performance gegenüber einem dauerhaften Investment über einen längeren Zeitraum hinweg.

Systeme müssen daher immer entsprechend gepflegt und auf neue Gegebenheiten angepasst werden. Unterbleibt dies, lässt die Wirksamkeit von Systemen häufig mit der Zeit nach. Zudem können Systeme auch eine Vielzahl von Signalen mit negativem oder neutralem Ertrag generieren, die dazu führen, dass die Gebührenbelastung für Trades eine negative Auswirkung auf das eingesetzte Vermögen hat.

Häufig arbeiten Systeme mit derivaten Strategien oder im Devisenhandel. Dabei handelt es sich um spekulative Geschäfte mit höheren Risiken und Chancen als bei traditionellen Direktinvestments in Aktien und Anleihen. Zu diesen Chancen und Risiken gehören u.a. starke Schwankungsbreiten, hohe positive wie negative Korrelationen mit anderen Märkten aber auch zeitliche Risiken, denen vor allem Derivate mit Laufzeiten unterliegen oder aber Hebelrisiken in Derivateprodukten.

SCHNIGGE als von Ihnen beauftragter Vermögensverwalter ist genau dafür zuständig, bestimmte Fehler zu erkennen (z.B. fehlendes Risikomanagement oder hohe Tradezahlen ohne oder mit negativem Ertrag) und Sie bei Erreichen bestimmter Verlustgrößen zu informieren. Dies gibt Ihnen als Kunden und SCHNIGGE als Ihr Vermögensverwalter die Zeit, den Einsatz des Systems zu überdenken und gegebenenfalls andere Systeme zu nutzen.

Generell ist der Anleger davon abhängig, dass die Handelsstrategie weiter betrieben und vom Systementwickler unterstützt wird.

Für wen sind solche systematischen Ansätze geeignet?

Solche Systeme sind nicht für alle Anleger geeignet. Einerseits sollten Erfahrungen im Investment in derivative Produkte (Zertifikate, Optionen, Futures und CFDs) bestehen, da sich Handelssysteme in der Regel eben jener Produkte bedienen. Zum anderen sollte ein entsprechend großes Vermögen bestehen, welches die Beimischung von systematischen Handelsansätzen erlaubt. Allerdings sind dafür keine großen Vermögen notwendig. Der Systemhandel im Rahmen der von SCHNIGGE betreuten Vermögensverwaltung ist bereits ab einer initialen Größenordnung von 10.000 Euro (in Abhängigkeit des gewählten Systems) möglich.

Soll ich mein gesamtes Geld in ein System investieren?

So sehr auch hohe historische Renditen bei Systemhandelsansätzen locken – die Aussage ist klar: Auf keinen Fall soll man sein gesamtes Vermögen in solche Handelssysteme investieren. Wie bei jeder anderen Anlageform ist es auch hier sinnvoll, für eine ausreichend breite Streuung des Vermögens – z.B. mit Immobilien, Anleihen, Aktien oder anderen Anlagearten – zu sorgen. Auch die Kombination von verschiedenen Handelssystemen, die mit unterschiedlichen Signallogiken auch eine Diversifikation des Vermögens erlauben, ist keine ausreichende Streuung des Vermögens, weswegen SCHNIGGE von einer kompletten Investition des Vermögens in ausschließlich Handelssysteme“ unbedingt abrät.

Gibt es verschiedene Systeme, oder muss ich mein Geld nur in ein System investieren?

Es gibt eine Reihe von Systemen, die der Anleger im Rahmen seiner Anlageentscheidung nutzen kann. Für welches System sich der Anleger entscheidet, ist Sache seines Geschmacks, seiner Renditeerwartung (wenngleich historische Renditen keine Garantie für zukünftige Renditen sind!) und seines Gesamtvermögens. Eine Kombination von verschiedenen Systemen ist auch aus Risikostreuungsgesichtspunkten sinnvoll und wünschenswert.

Welche Investitionssummen werden für die Vermögensverwaltung benötigt?

Eine systematische Vermögensverwaltung ist - abhängig von dem gewählten System - bereits ab einem Betrag von 10.000 Euro möglich. Damit ist eine Nutzung auch schon bei überschaubaren Anlagegrößenordnungen möglich.

Kann ich meine Vermögensverwaltung auch mit einer klassischen (diskreditionären) Vermögensverwaltung kombinieren?

Ja, es ist sogar wünschenswert, dass ein Vermögen möglichst breit gestreut ist. Die Kombination von systematischen Handelssystemen mit einer klassischen Vermögensverwaltung optimiert die Chancen und mindert aufgrund der Risikoverteilung Nachteile bei Schwierigkeiten in einer Anlagegruppe.

Kann ich meine Vermögensverwaltung auch mit einer Fonds-Vermögensverwaltung kombinieren?

Mit welchen Anlageklassen die systematische Vermögensverwaltung kombiniert wird, ist offen und kann von Ihnen frei gewählt werden. So ist auch die Nutzung von Fonds bei der Vermögensverwaltung als Kombinationsprodukt ebenso möglich, wie das Investment in Aktien, Anleihen oder Gold/Währungen etc.

 

Hier geht es zu unseren angebotenen Systemen